12.05.2021 | von: Michaela

Mit Rundbürste Volumen föhnen: Einfache Anleitung mit Bildern und Tipps

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Mit Rundbürste Volumen föhnen: Einfache Anleitung mit Bildern

michaela

von: Michaela (beschäftigt sich seit Jahren professionell mit dem Thema "Haare") 

 

Du hast öfters platte Haare, die sich lustlos und schlaff der Schwerkraft hingeben? Dann kommt ein „Volumen-Boost“ gerade recht. Mit Haartrockner und Rundbürste kannst du frisches Volumen und jugendliche Fülle in deine Haare föhnen!

 

Hier ist eine einfache Anleitung mit Bildern.

Inhaltsverzeichnis: Volumen mit Rundbürste föhnen


haare föhnen mit rundbürste volumen
Hurra! Volumen in der Mähne wie ein Löwe! Mit Rundbürste und ein paar Tricks kannst du zumindest für etwas mehr Volumen in den Haaren sorgen.

1. Was du für Volumen mit Rundbürste brauchst

Du brauchst

  • natürlich eine Rundbürste für Volumen (ich verwende die Rundbürste von Olivia Garden mit 53mm Durchmesser) und

Eine Alternative zu Rundbürste und Haartrockner sind Warmluftbürsten mit Rundbürstenaufsatz.

 

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Volumen föhnen mit Rundbürste: Man braucht eine Entwirrbürste, eine oder mehrere Haarklammern und natürlich einen Haartrockner und eine Rundbürste. Bei manchen Haartypen hält das Volumen mit Schaumfestiger o.Ä. deutlich länger.

2. Anleitung: Mit Rundbürste Volumen am Ansatz föhnen

1. Für frische Haare sorgen

Am besten gelingt eine voluminöse Mähne, wenn die Haare nicht durch Kopfhautfett beschwert sind. Es lohnt sich also, Haare die nicht mehr ganz frisch sind, in einem ersten Schritt zu waschen.

 

2. Nasse Haare mit Handtuch abtrocknen

Weil nasse Haare sehr empfindlich sind, verzichte danach auf kräftiges Rubbeln mit einem Handtuch. Leichtes Auspressen der nassen Haare mit einem kräftig saugenden Mikrofasertuch reicht völlig. Alternative: Wickle einen Turban aus dem Tuch und lass ihn 2 oder 3 Minuten die Feuchtigkeit aus den Haaren aufnehmen.

 

3. Ordnung in die Haare bringen

Eine gute Entwirrbüste sorgt danach für etwas mehr Ordnung am Wuschelkopf.

 


Haarturban
Ein Turban aus einem Mikrofasertuch saugt binnen 2 oder 3 Minuten viel Feuchtigkeit aus den frisch gewaschenen Haaren.
Haare entwirren
Vor dem Föhnen entwirre ich meine Haare mit einer guten Entwirrbürste.

 

4. Haare (fast) trocknen

Entweder hast du nun genug Zeit, um die Haare schonend lufttrocknen zu lassen oder du beschleunigst das Ganze mit dem Haartrockner. Ideal ist ein starker, mäßig warmer Luftstrom. Er führt die Feuchtigkeit rasch aus den Haaren ab. Bei den meisten Haartrocknern bieten sich dafür die mittlere Temperatur- und die stärkere Gebläsestufe an. Zu heiße Föhnluft würde die Haare unnötig beanspruchen.

 

Wenn die Haare nur noch ganz leicht feucht sind, lassen sie sich am besten formen. Vor allem krauses Haar darf aber nicht zu trocken sein.

 

5. Haare in Partien unterteilen

Bei mittellangen und langen Haaren macht es Sinn, nun nicht wild drauf los zu föhnen, sondern die Haare für das Styling grob in einzelne Partien zu unterteilen. Ich beginne am liebsten mit den Haaren im Nacken und trenne dazu eine ungefähr fünf Zentimeter hohe Haarpartie mit den Fingern ab. Die anderen Haare stecke ich mit einer oder mehreren Haarklammern hoch. 

 

Später, wenn die Haare im Nacken trocken geföhnt sind, kommen die restlichen Haare am Hinterkopf an die Reihe, dann die Haare auf den Seiten und zum Schluss die Haare oben am Kopf. Den Haaren rund um das Gesicht widme ich die meiste Aufmerksamkeit. Sie sind der „Blickfang“, denn das Gesicht zieht bekanntlich die meisten Blicke auf sich.

 


Haarpartien aufteilen
Mit den Fingern lassen sich die Haare grob in einzelne Partien aufteilen.
Haare in Partien unterteilen
Ich beginne am liebsten mit den Haaren im Nacken. Die übrigen Haare werden mit einer Haarklammer nach oben gesteckt.

Haare zwirbeln
Gut lassen sich meine Haare hochstecken, wenn sie leicht gezwirbelt werden.
Haare mit Haarklammer befestigen
Für meine dicken, langen Haare muss die Haarklammer stabil sein.

 

6. Eventuell am Ansatz Schaumfestiger o.Ä. verwenden

Weil meine langen, dicken Haare durch das Eigengewicht stark nach unten gezogen werden, knete ich bei den Haarsträhnen oben am Kopf und über den Ohren etwas Schaumfestiger in den Haaransatz, bevor ich sie föhne. Bei Stufenschnitten oder weniger langen, dicken Haaren hält das Volumen vielleicht auch ohne Stylingmittel einige Zeit.

 

7. Die richtige Föhntechnik anwenden = mit Rundbürste Volumen föhnen

Beim Föhnen mit der Rundbürste dürfen die Haarsträhnen nicht breiter als die Rundbürste sein. Wenn du es eilig hast, gilt das Prinzip: Zwei schmale Strähnen trocknen schneller als eine breite.

 

Ich föhne am liebsten mit der starken Gebläsestufe und der mittleren Temperatureinstellung des Föhns. Bei vielen Haartrocknern sorgt diese Einstellung für nicht all zu heiße Luft, sondern für haarschonende rund 70°C. Je nach Haartyp kann es aber sein, dass du zum raschen, effektiven Formen deiner Haare etwas höhere Temperaturen brauchst.

 

Überall, wo viel Volumen am Haaransatz entstehen soll, müssen Föhn und Rundbürste dafür sorgen, dass sich die Haare senkrecht aufrichten. Das gelingt am besten, wenn die Haare mit der Volumen-Rundbürste stark gegen die natürliche Fallrichtung gezogen und auch gegen die Fallrichtung trocken geföhnt werden.(1,2) Oft ist dafür mehr Hitze nötig, also unter Umständen brauchst du die höchste Temperaturstufe des Haartrockners.

 

Mit der Stylingdüse (Ondulierdüse) kannst du den Luftstrom ganz gezielt auf den Haaransatz lenken, ohne dass die Kopfhaut zu sehr durch heiße Luft beansprucht wird.

 

Wenn du spürst, dass sich die Haare ausreichend aufgerichtet haben, „fixiere“ die neue Form mit der Kaltluftfunktion des Haartrockners. 

 


Haartrockner GHD Helios Schalter
Die meisten Haartrockner haben 3 Temperatur- und 2 Gebläsestufen.
Volumen mit Rundbürste föhnen
Für Volumen am Ansatz werden die Haare weit gegen die Wuchsrichtung gezogen und geföhnt.

 

Ich mache das so mit den Haarsträhnen oben am Kopf und über den Ohren. Mit dieser Technik lässt sich auch sehr gut ein flacher Hinterkopf kaschieren oder ein natürlicher Haarwirbel.

 

8. Bei Bedarf mit Tricks die Haltbarkeit verlängern

Natürlich gibt es weitere Tricks, damit das Volumen am Ansatz länger hält: 

  • Beispielsweise kannst du die unteren Haarschichten toupieren und die Deckhaare vorsichtig über die toupierten Haare kämmen. 
  • Eine ähnliche, nicht ganz so starke Wirkung erzielst du, wenn du nach dem Föhnen mit den Fingern in kreisenden Bewegungen die unteren Haarschichten nochmals auflockerst.  
  • Auch mit einem Kreppeisen lässt sich zusätzlich zum Föhnen mit Rundbürste viel Ansatzvolumen erzielen. Dazu formst du nach dem Föhnen einfach Zacken mit dem Kreppeisen in die unteren Haarschichten. Auf diesen Zacken kommen die oberen Haarschichten dann zu liegen und das sorgt für lang haltendes Volumen. Manche Kreppeisen erzeugen so feine Zacken, dass man sie nur ganz aus der Nähe sieht (nähere Informationen findest du in unserem Kreppeisen Test).
  • Für besseren Halt sorgen auch Heizwickler bzw Lockenwickler, die nach dem Föhnen der Haarsträhne den Haaransatz eine Zeit lang im aufgerichteten, gegen die Wuchsrichtung gezogenen Zustand fixieren. 
  • Anstelle von Heizwicklern kannst du auch mit mehreren Rundbürsten arbeiten. Du lässt eine Haarsträhne auf der Rundbürste auskühlen und arbeitest mit der nächsten Rundbürste weiter. Praktisch ist dazu ein Rundbürsten-Set, wie zB von Olivia Garden*.

Kreppeisen für Volumen
Ein Kreppeisen mit kleinen Zacken erzeugt ganz leichte Wellen in den unteren Haarschichten. Sie sind kaum zu sehen, erzeugen aber viel Volumen am Ansatz.
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Für Volumen sorgen auch Lockenwickler. Es gilt dieselbe Regel wie bei Rundbürsten: Großer Durchmesser = viel Volumen & wenig Haltbarkeit, kleiner Durchmesser = wenig Volumen & gute Haltbarkeit.

3. Volumen in den Haarlängen und Haarspitzen föhnen

Bis jetzt haben wir uns mit Tricks und Techniken für mehr Volumen am Ansatz beschäftigt. Wenn du auch in deine Haarlängen mehr Volumen mit Föhn und Rundbürste zaubern möchtest, erreichst du das am besten mit Locken und Wellen. Sie garantieren, dass Kurve über Kurve zu liegen kommt, was für reichlich Volumen sorgt.

 

Wenn du deine Haare lieber glatt trägst, sorgen Föhn und Rundbürste zumindest für ein natürliches Volumen (im Gegensatz zum strengen „Sleek Look“, der sich mit einem Glätteisen erzielen lässt). Wie du deine Haare mit Föhn und Rundbürste glatt föhnst, erfährst du in unserem Blog-Artikel „Haare mit Rundbürste glätten“.

 

Um Locken oder Wellen zu formen, brauchen deine Haare vielleicht etwas Schaumfestiger (oder ein ähnliches Stylingmittel) in den Haarlängen. Danach werden dünne Haarsträhnen um die Rundbürste gewickelt und von möglichst allen Richtungen angeföhnt. Wie viel Hitze dafür nötig ist, hängt von deinem Haartyp an. Da hilft nur Experimentieren! Nachdem die Haarsträhne intensiv von allen Richtungen warme/ heiße Luft erhalten hat, wird sie mit der Kaltluftstufe des Föhns in der lockigen Form „fixiert“.

  

Hat dein Föhn keine Kaltluftfunktion, halte die Haarsträhne nach dem Abwickeln von der Rundbürste mit der Hand nach oben, so dass die Strähne in lockiger Form auskühlen kann.

 

Je größer die Rundbürste ist, umso sanfter werden die Wellen und umso geringer ist die Spannkraft (Haltbarkeit). Ist der Durchmesser der Rundbürste zu groß, kann es sein, dass die Haare gerade bleiben oder sich die Kurven gleich wieder aushängen. 

 


Glatte lange Haare
So sehen meine Haare aus, wenn ich sie einfach nur ohne Volumen mit Rundbürste und Föhn glatt föhne.
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Um etwas Volumen am Ansatz zu erhalten, brauche ich bei meinen langen, schweren Haaren ohne Stufenschnitt einige Tricks.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß beim Probieren!

 

Noch ein Tipp zum Schluss: Vielleicht fällt dir das Föhnen von Volumen mit einer guten Warmluftbürste leichter als mit Föhn und Rundbürste. Informationen dazu findest du in unserem Warmluftbürste Praxistest.  


Quellenhinweis:

(1) Buhmann u.A., Haut & Haar - Friseurfachkunde , 8. Auflage, S.225.

(2) Jany u.A., Friseurfachkunde, 6. Auflage, S. 118. 


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